7. Wanderung - Von der Quelle zum Bohlenweg oder umgekehrt.


Es lohnt sich, die Wanderung einmal von dieser Seite, einmal von der anderen Seite aus zu machen. Sie werden die beiden Orte ganz unterschiedlich erfahren in und durch ihre Gegensätzlichkeit.

Wir  lassen das Auto am Anfang der Straße Schnitthilgenloh stehen und wandern gleich links den Fußweg durch den Wald, biegen, auf den Hauptforstweg kommend, geradeaus weiter, biegen die erste Möglichkeit rechts ab und sehen schon von der Schranke aus den See. Dort suchen wir uns einen Platz der uns in Dasein des Hier und Jetzt führt, d.h. der Platz soll zwischen den Erlebnissen der letzten Tage und dieser Wanderung eine Schranke setzen. Die Weisheit unserer Erde hat u.a. viele solcher kleiner Loslassplätze geschaffen, die uns das Leben erleichtern sollen. Das verlassene Paradies ist quasi versprengt in kleinen Stücken überall wieder zu finden. Rund um den See ist eine Menge Geomantisches zu entdecken. Hinter dem Wall mit den Bäumen bedrohlicher Gesten finden wir hin und wieder ein verführerisches Naturwesen, welches uns in seine Welt locken will. Einfach los wandern, wohin es uns zieht, stehen bleiben und verweilen, wo es der Ort gebiet, und entspannt hin fühlen, was im Körper passiert und es sich wohl sein lassen. Dann erhalten wir viel-leicht ein kleines Geschenk aus einer Parallelwelt. Oft laß ich als Dankeschön von erdachtes, geformtes Geschenk zurück, eine Blume, einen Edelstein oder ein von Herzen kommendes Danke. Ich hatte Erlebnisse, die mir zeigten, daß jedes Danke honoriert wurde, nicht vergessen wurde, sondern im kollektiven Gedächtnis der Naturwelt gespeichert wird und an anderen Orten wieder ins Bewußtsein tritt.

Dann laufen wir den Fußweg vom See aus weiter bis zu der Schranke am Waldrand, wenden uns nach links in den Wald hinein, um nach ca. 200 m, ganz versteckt, den kleinen Steg über den Graben zu neh-men. Erst von hier aus sehen wir vielleicht die Quelle. Der erste Eindruck ist enttäuschend. Da sprudelt ja gar nichts. Da ist nur ein Loch im Boden in einem natürlich oxidierten Eisenring, in dem hin und wieder ein Bläschen aufsteigend sichtbar wird. Aber der erste Schein trügt. Hier wohnt eine wunderschöne Quellnymphe. Läßt man sich nur auf die Qualität, nicht auf das Augenscheinliche ein, dringen wir tief in das wässrige Wohlgefühl der Geborgenheit ein.

Die Quelle war in den letzten Jahren geschützt mit einer Holz-konstruktion in der Form einer Pyramide. Das war zwar praktisch, aber für das Wässrige ist die Feurigen Äther erzeugende Pyramiden-form ganz unpassend. Formen symbolisieren nicht nur die verschie-denen Elemente, sie wirken wie Antennen für die ihr entspre-chenden Kräfte. Wir probieren alle Formen aus, indem wir uns um die Quelle stellen und zuerst ein Fünfeck bilden, dann ein Sechseck, dann ein Achteck. Allmählich kommen wir der Lösung nahe. Das Achteck symbolisiert das Quadrat – Element Erde – im Übergang oder in Vereinigung mit dem Rund – Element Wasser. Beides sind Yin-Elemente, die vorzugsweise während der Zeit des romanischen Baustils Verwendung fanden.

Als wir ein 16-Eck bilden, kommt zu all der Gelassenheit der Yin-Äther noch Fröhlichkeit hinzu. Wir wollen dem Forstamt vorschla-gen, die Quelle mit einem 16-eckigen Zaun einzufassen. Jedes Bap-tisterium lebt von der anziehenden Kraft des Achteckes, der Vereini-gung des Wässrigen mit dem Sakralen, die Taufe mit Wasser unter dem Segen des Heiligen Geistlichen. Ich sage das Geistliche – weil es das Männliche des Heiligen Geistes und das Weibliche der Sofien-kraft in sich vereinigt.

Fröhlich und aufgeladen mit vitaler Kraft machen wir uns auf den Rückweg und weiter bis zum Bohlenweg im Wittemoor. Diesen finden wir, wenn wir am Anfang/Ende des Schnitthilgenloher Weges über die Autostraße, über die Bahnschranke weiter geradeaus laufen. Bei Sichtweite macht die Straße eine kleine Rechtsbiegung. Davor geht links der Weg „Zum Wittemoor“ ab. Wir folgen den Wegwei-sern zum Bohlenweg. Auf dem letzten Weg vor dem Bohlenweg er-leben wir in einer Vertiefung des Weges noch einmal die wässrige Qualität. Hier ist spätestens der Zeitpunkt, sich noch einmal umzu-drehen, dem Wässrigen unseren Dank auszudrücken, um sich zu ver-abschieden.

Dann nun wartet eine ganz neue Qualität auf uns – das Luftige Element. Luftiger Äther  (LÄ) hat ziehende Wirkung. Es zieht einen etwas an. Zieht es uns schon auf dem Weg in seine Richtung?

In gotischen Kirchen zieht es uns nach oben. Zum Licht. Hier wird das Licht der bewußt oben angesetzten Fenster zum luftigen Licht.Äther, der uns zu  fernen Zielen zieht. Halten Sie sich länger auf dem Bohlenweg auf, werden Sie entdecken, was das für Sie bedeutet. Ihr Sinn richtet sich allmählich aus – in eine gezielte Rich-tung.
Wenn es Ihnen an Ideen für ein gestecktes Ziel mangelt, um Umfeld des luftigen Äthers werden Sie Ideen bekommen. Aus gotischen Kir-chen kennen wir noch eine andere Wirkung des LÄ: die Aufrichte-kraft. Wir werden größer, strecken wir uns innerlich doch nach oben. Diese innere Haltung dieser Aufrichtekraft stärkt die Wirbelsäule. Wenn Sie Glück haben, verlieren Sie hier Ihre Rückenschmerzen. Es gibt mehrere Punkte um und auf diesem Bohlenweg, wo Lsie diese rückenstärkende Wirkung besonders deutlich spüren können. Neben der männlichen Figur fijnden wir eine Stelle, die zusätzlich noch die aufrechte Kraft des Erzengels St. Michael vertritt.

Der Ort läßt mit sich reden. Versuchen Sie es.

Wir schauen uns die Zeichnung der Ausgrabung an und stellen fest, daß die runde weibliche Figur ursprünglich einen anderen Platz inne hatte. Etwas neben der Figur, etwas ab vom Bohlenweg ist der Boden etwas erhöht. Dort muß sie gestanden haben. Jeder einzelne unserer Gruppe sucht sich auf dieser winzigen Anhöhe „seinen“ Standpunkt. Selbst die anderen können sehen, daß sich der Ort ver-ändert je nach Person, die dort steht. Dank der „falschen“ Platzierung können wir ihren ursprünglichen  Platz einnehmen. Das fühlt sich insgesamt gut an, reguliert die Schilddrüse und inspiriert zum Orakeln. Wir stehen hier in einem Baum der Erkenntnis. Haben Sie Fragen? Die Weise Frau, die hier zu Hause ist, weiß Rat.

Ein Versuch lohnt sich: Machen Sie ein andermal den Weg in der umgekehrten Richtung. Besuchen Sie zuerst den Bohlenweg und gehen Sie dann zur Quelle. Die beiden Äther verhalten sich so inten-siv, der LÄ und der WÄ, daß Sie völlig andere Eindrücke bekom-men. Es wir sich wie ein völlig neuer Wanderweg anfühlen.

Nun fehlt noch der vierte Äther in Ihrer Erfahrung. Fahren Sie mit dem Auto Vor oder nach dem Wanderweg nach Ganderkesee, holen sich den Schlüssel aus dem Pfarrbüro Tel. 04222-1256 – oder  zwischen 15 und 18 Uhr Mittwochs, Samstags und Sonntags, da ist sie  geöffnet.

Den Physischen PÄ – finden Sie im Vorraum unter dem Turm. Versuchen Sie zuerst, sich langsam dem ursprünglichen Eingang von Western her dem Turm zu nähern. Spüren Sie, wie Sie immer dichter in den Wässrigen und physischen Äther eintauchen? Dann gehen Sie über den Seiteneingang in die Kirche, in den Vorraum unter dem Turm und schließen Sie die Türe. Dunkelheit umfängt Sie und das Erlebnis des physischen Äthers, entstanden aus dem Ortsgenius, dem würfelförmigen quadratischen Raum und dem immensen Druck, den die Schwere des Turmes ausmacht. Viel Spaß.