5. Wanderung - Von der Vareler Schloßkirche nach Dangast


1. Treffpunkt Vareler Schloßkirche – der Nordeingang ist versteckt, aber immer offen.

Diese Kirche ist in ihrer ursprünglichen Anlage so alt, daß wir auch hier annehmen können, auf ein vorchristliches altes Heiligtum zu treffen. Doch die Erde wandelt sich mit uns oder wir mit ihr und so finden wir hier eine Ebene von einer Gottesvorstellung, die seinesgleichen sucht.

Hier eine winzige Einführung über die Wirkung der  verschiedenen Baustile der letzen 1000 Jahre. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie unter Kapitel – Bremer Dom.

Der romanische Baustil bediente sich der Formen Quadrat und Halbrund – dem Rundbogen. Die Absicht war, mit diesen Formen den Physischen und Wässrigen Äther aufzugreifen und eine kompak-te dichte Atmosphäre aus diesen Yinäthern zu erzeugen. Die Wirkung dieser Yinäther spüren wir in den halb dunklen romanischen Kirchen – wir gehen in die eigene Stille.

Die Gotik bediente sich des Dreiecks im Spitzbogen und dem gefüllten  Rund – in den Fensterrosetten und Runden Säulen. Diese Formen sammeln, führen und leiten den luftigen und feurigen Äther, beides Yangäther. Die Wirkung dieser Äther spüren wir, in dem wir uns aufrichten. Diese Aufrichtekraft erzeugen die hoch angelegten Fenster, durch die der Luftige Äther zum Lichtäther wird, ergänzend wirken  die Spitzbögen aufrichtend, durch ihre besondere statische Wirkung von Druck nach oben. Wir richten uns aus nach oben und zu einem fernen Ziel – dem jüngsten Tag, dem Leben nach dem Tod.

Das Barock bedient sich der runden Form in Verbindung mit dem Achteck – dem Kompromiß zwischen Feuer und Erde. Die Wirkung ist die Verbindung zwischen den beiden vorhergehenden Stilen. Feuer wird aus dem hehren Streben der Gotik ins Leben genommen und mit Hilfe des physischen Äthers in Lebenslust umgewandelt. Hier regt das Feuer eher zum Tanzen an. Ausschlaggebend ist für diese Stimmung auch das Baumaterial – hinter dem Stuck verbirgt sich Stroh – eine sonnige Kombination die das Leben leicht erscheinen läßt.

In den Neuzeitkirchen erleben wir das Suchen nach einer neuen Form des Glaubens.

In der Vareler Kirche finden wir mehrere Stilepochen: die dreifach gegliederte Urzelle, die Weiterentwicklung über das Querschiff zur Vergeistigung im Altarraum und der schöne Altar von Münstermann, der das Sakrale aus dem Altarraum bannt und ein Museum daraus macht.

Wir stellen uns ein paar Aufgaben: Welche Stilepoche wirkt hier auf uns?

Der ursprüngliche Bau ist noch erhalten, entstanden im 12. Jahrhun-dert, vollende 1150. Es war eine Saalkirche, d.h. ein einfacher recht-eckiger Bau. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche erweitert. Der ur-sprüngliche Saal wurde in die drei Kuppelräume gegliedert, die ehe-malige flache Holzdecke wurde in drei quadratische Joche unterteilt.

Sie unterscheiden sich, jede Kuppel ist anders gebaut. Ich nehme an, daß man dies bewußt getan hat. Das erste Joch trägt eine Fachwerkgewölbe, das Zweite ein Kuppelgewölbe nach romanischer Art, das dritte ein Dominikalgewölbe der Spätgotik. Es ist mit einem  hochgebusteten Kreuzrippengewölbe versehen, wie auch der weiter angebaute Teil der Kirche. Die drei unterschiedlichen Gewölbe unterscheiden sich auch in der Qualitäten. Erspüren Sie diese. Die später zugebaute Empore verfälscht die Wirkung: Stellen Sie sich einfach vor, es wäre nicht da und spüren Sie in die Höhe. Bleibt das Bedrückende und ist es sogar gewünscht? Wandern Sie weiter unter die zweite und dritte Kuppel. Unter dieser dritten Kuppel war einst der Altarraum – das Allerheiligste. Hier finden wir auch die vorchristliche Ortsenergie – den Genius. Da hier kein Altarraum mehr ist, können wir ihn voll auskosten. Versuchen Sie diese Stelle, bis Sie den richtigen Standort für sich gefunden haben. Spüren Sie in die Höhe, spüren Sie evtl. mit Ihrem Kronenchakra. Wenn Sie Glück haben, erleben Sie die Ebene des Allmächtigen.

Dort, wo die ehemalige Rückwand war, wahrscheinlich mit einer kleinen Ausbuchtung eines Chores, ist „lichter Boden“. Diese ursprüngliche terrestische Strahlkraft haben die Templer gewöhnlich aufgegriffen und in Maß und Form der Mauer oder der sammelnden Kraft einer Nische, dem Chor in den Raum gestrahlt, der Ortsenergie sozusagen Raum gegeben.

Langsam tasten wir uns in das später angebaute Querschiff. Da ist nicht, Leere. Um diese Leere ganz zu erfahren, legen wir uns wie zur Priesterweihe flach auf den Boden – die Arme seitwärts ausgestreckt und spüren das wohltuende Leerwerden. Stehend ist uns das in der Intensität  nicht möglich.

Hier möchte ich eine Bemerkung loswerden, die mir besonders am Herzen liegt. Nicht jeder Pastor oder Besucher führt die Heiligkeit eines Raumes auf die Ortsenergie zurück. Anfangs fühlte auch ich mich betrogen und manipuliert, bis ich einen anderen Zugang zu die-ser lebendigen Kraft bekam. Auch diese ist Ausdruck göttlicher Kraft und wir dürfen sie uns zu Hilfe nehmen. Aber nicht jeder denkt so, denkt evtl. sogar sehr abfällig über diese Spinner oder sogar Magiere, wie mich ein Pastor betitelte, als ich mit meiner Rute ankam.  Deshalb schütze ich mich und andere fühlige Menschen, indem ich „ein touristisches Gesicht anlege“, wenn andere Besucher da sind. Scheinbar interessiert betrachte ich eine Säule oder Bild, während ich langsam wandere oder stehe, im die Ortsenergie zu erfahren. Wenn ich solche Übungen mache, wie eben beschrieben und mich auf dem Boden auslege, steht immer jemand Wache an der Tür, um vorzeitig zu warnen, wenn ein Besucher kommt. Ich glaube, daß wir das auch allen nachfolgenden Fühligen schuldig sind, möglichst unauffällig zu bleiben. In der Offenheit des Fühlens können uns abfällige Gedanken anderer Energie abziehen.

Der vierte Raum, der Altarraum ist meist wegen des Münstermann-Altares mit einer Lichtschranke geschützt. Wenn sie aber das Glück haben, ihn betreten zu können, suchen Sie sich den Punkt, der den Priester, den Pastor mit der gesamten Gemeinde verbindet. Das ist eine geomantisches Erlebnis.

Der intensivste Punkt dieser Kirche jedoch ist im dritten Kuppelraum am Punkt „des Allmächtigen.“ Ob wir diese Qualität auf dem Weg nach Dangast wiederfinden?

Den Weg nach Dangast nehmen wir anfangs den Wegweisern der Autoroute nach, an der Papierverwertung vorbei, über die Bahnlinie. Hier verlassen wir die Autostraße und wandern geradeaus bis zur Sandwegkreuzung. Auf dieser Kreuzung treffen einige starke Linien zusammen die diesen Ort zu einer Multiwellenzone machen. Auch finden wir zeitlich verschieden die eine Kraft stärken, die andere im Gegensatz schwächer und umgekehrt. Eine Linie – rechts geradeaus – hat zu manchen Zeiten die Qualität, die wir in allen Michaelskirchen finden. Meist sind Michaelskirchen auf alten römi-schen Orten des Mars zu finden. Hier wirkt starke, sonnige Aufrichtekraft auf das Kronenchakra ein. Die gesamte Kreuzung füllt unsere Zellen mit Zellspannkraft und macht den Körper wieder-standsfähig. Das  stärkt die Abwehr. Die vielen Linien vereinigen sich in einem Einstrahlpunkt der Sechsheit – das Sechseckgitter ist Grundlage eines Heiligen Haines. Zu unterschiedlichen Zeiten fühlen wir hier das gesamte Spektrum des Logos unserer Erde. Das heißt, hier besteht eine direkte Verbindung zu dem Punkt der Kirche. Das Spektrum beinhaltet entsprechend unserer Erdentwicklung die Quali-tät des kosmischen Christus, sowie des Christus als Menschensohn und die Qualität der Erntegöttin – je nach Jahreszeit und Tageszeit. Was fühlen Sie heute? Was würden Sie hier bauen? Eine Marien-kapelle, einen Michaelsdom oder einen Hain anlegen?

Wir sind „zufällig“ an dem Tag einer weltweiten Glockenklang-Aktion dort. Wir bilden um den Erdpunkt einen Kreis, jeder hat eine Klangschale dabei. Wir schlagen zuerst die Klangschale mit dem Erdenton an, die anderen stimmen sich ein. Wir treten mental in Verbindung zu allen anderen Glocken, die heute über den gesamten Erdball in einer Aktion ertönen: die Glockengießerstadt Apolda in Thüringen, von wie aus die Aktion gestartet wird, Kölner Dom, Bhaktapur in Nepal, Lützelflüh in der Schweiz, Windhoek in Süd-afrika, Oak Ridge in USA, Den Pasa auf Bali und Tananda in Australien. Können Sie es noch hören? Oder spüren Sie Weite und Verbindung?

Wir wenden uns auf der Kreuzung nach links und kommen direkt zur „Goldenen Linie.“ Hier ist ein Wanderruheplatz mit einer Übersichtskarte. Wir versuchen, zwischen den Kirchen Verbindungslinien zu erspüren, die evtl. Hl. Linien sein können. Wenn dem so ist, finden wir in den Zwischenräumen besondere Orte Namen oder Bäume.

Dann wandern wir bewußt und aufmerksam die Goldne Linie entlang, um herauszufinden, warum dieser Weg diesen besonderen Namen trägt. Allmählich ändert sich unsere innere Stimmung, Ein-stellung und am Ende des Weges sind wir uns alle einig, der Weg verdient seinen Namen. Im Solar Plexus sind wir stabiler geworden. Und hat jemand besondere Entscheidungen zu treffen, dieser Weg hilft klären mit seiner besonderen Ortsenerie.

Wir wandern weiter nach Dangast und kommen über den kleinen Wald zum Kurhaus in Dangast. Auch diesen Ort kreuzen viele besondere Linien – von Hagen nach Hagen, dieser Name beinhaltet meist Hagal – die All-Rune – von Hude nach Hohenkirchen u.a.. Die Ortsenergie, die hier aus diesen Multiwellen entsteht wird vom Was-ser geprägt: Urlaubsstimmung, Seele baumeln lassen, stille halten, nichts tun – im Hier und Jetzt ankommen. Wir gebe sogar unseren Plan auf, uns um 19 Uhr nochmals auf die weltweite Glockenaktion einzustellen. Es ist ja gar nichts mehr so wichtig, außer daß es uns gut geht. Das ist genug Beitrag für die Welt.

Die unterschiedlichen Ortswirkungen auf unser Gemüt sind bemer-kenswert. Die Yangäther Luft und Feuer inspirieren uns zu Taten, diese Äther dominierten in der Kirche und auf der Kreuzung.

Die Yin-Äther Wasser und Erde beruhigen, lassen uns bei uns selbst ankommen. Das fanden wir auf der Goldenen Linie und in Dangast.

Wollen Sie mehr Erklärungen über diese Phänomene und die vier Ätherarten?. Dann machen Sie sich auf den Weg zu den nächsten Wanderungen. Da geht es vor allem um diese vier Äther.