10. Wanderung - Von St. Anna in Peheim zu den Teufelssteinen

Ein Besuch bei Odin und Frigga

St. Anna ist eine Kirchenruine. Es steht nur noch der Kirchturm mit der Giebelfront des ehemaligen Eingangs. Trotzdem fanden hier noch lange Gottesdienste im Freien statt. Die Münchner Michaeliskirche war ebenfalls als Opfer des Zweiten Weltkrieges lange eine Ruine. Trotzdem war sie lange eine Oase der Stille mitten in der Fußgängerzone und es fanden auch hier in der mit Brettern vernagelten Ruine Gottesdienste statt. Damit muß es eine Bewandnis haben. Nur starke sakrale Orte haben eine solche Ausstrahlung, daß der ruinöse Zustand übersehen wird.

Suchen Sie die starken Stellen dieser Kirche als Vorbereitung auf die Wanderung. In dem ehemaligen Innenraum oder zwischen  den Bäumen dem Kirchengrundes können Sie den Alltag loslassen, sich zuentrieren und auf den Wanderweg einstellen.

Wir wandern die Straße Richtung Norden, die 1. Straße rechts durch die Wiesen. An der Kreuzung nach ca. 1 km wenden wir uns nach links, die nächste nach rechts. Dort etwa sehen wir eine Naturmauer aus Büschen mit einem Marienstandbild – ein wundervoller Ort voller Poesie, der gerne festhält. Hier können wir Wurzeln schlagen. Trotz äußerer Kälte wird uns warm und wir werden gesprächig. Das ist ein Zeichen für FÄ. Aber hier gibt es noch mehr Qualitäten. Die-ser Ort gleicht alle Energien aus. So fühlt sich ein Ort an, an dem alle 4  Äther gleichermaßen vorkommen. Die insgesamt 2 m hohe Schicht der vier Äther besteht aus den einzelnen Schichten etwas kniehoch im PÄ, bis zum Sakralzentrum der WÄ, darüber LÄ bis ca. 2 m. In der Höhe des Herzens zieht sich eine dünne Schicht FÄ rund um den Erdball. Die unteren Schichten des PÄ und WÄ verdichten sich in Niederungen. Die Schichten des LÄ und FÄ verdichten sich auf Anhöhen. Immer wieder finden wir Punkte, in denen sich diese vier Ätherschichten in die Erde hineinziehen – wie in einer Pore. Dort kommt es zu dieser Versichtung aller Äther auf einer Stelle. Da hier alle Gegensätze zu einer homogenen Einheit verdichtet werden, fühlen wir dies als einen harmonischen Ort, der seine Wirkung in uns hinterläßt.

Von diesem marienort der 4-fachen Harmonie nehmen wir schon einmal Kontakt auf zu den Teufelssteinen bei Bischofsbrück. Wir können sie von hier aus noch nicht sehen, aber sie liegen vor uns – links des Weges zwischen den Bäumen in ca. 1 km Entfernung. Auch wenn wir die Steine noch nicht kennen, können wir sie begrüßen. Diese vorzeitige Berührung macht sich später bezahlt. Es gibt uns die Chance, tiefer in ihr Geheimnis einzudringen.

Sie bergen ein vorchristliches Geheimnis. Gott Pan spendete die Ma-trix für die christliche Vorstellung, wie ein Teufel aussieht. Beide er-scheinen oft mit Pferdefuß und Hörnern. Wenn ein Ort den Beinamen des Teufels bekam, versteckt sich oft der vorchristliche Anbetungsort des Waldgottes dahinter. Die Teufelssteine jedoch waren einer weit größeren Gottesvorstellung gewidmet. Hier ist der Verbindungsort zu Wodan/Odin und seinen der Gattinnen – vereint in seiner Zwillingsseele Frigga.

Bevor wir den Hain betreten, fühlen Sie, welchen Weg Sie als Eingang wählen möchten. Von Osten her, d.h. aus Richtung des Ortes Bischofsbrück begegnen wir zuerst Wodan – der während der Rauhnächte hier mit seinem Wilden Heer kampiert. Keine Angst, um dies zu erleben, müssen Sie den richtigen Eeinstrahlpunkt finden, der Sie in diese Ebene führt. Auf der Platte von dieser Seite sitzend oder stehend, können Sie Ihren Körper aufladen mit Nervlicher Stabilität, ihren feinstofflichen Körper mit der männlich, geistigen, göttlichen Kraft, die ein junger Held braucht , um Heldentaten zu vollbringen, z.B. den Ring aus Saromans Turm zu holen  oder sich einfach nur für Ihr eigenes Leben zu entscheiden. Hier finden wir auch die Seelenleiter für tapfere Seelen, die direkt in die Ebene des Asklepios führt. Vielleicht auch in die Walhalla?

Eine Margarethenlinie durchquert diesen Stein. Margarethe ist das weibl.iche Pendant zu dem Drachenkämpfer Michael. Ein wahrer Heldenort für Wodans tapfere Krieger. Gewaltig und beeindruckend. Hier die Kurzgeschichte des Schicksals von Gott Wodan/Odin:

Wenn Sie sich von Westen her nähern, begegnen Sie der Dreiheit der Gattinnen Wotans. Gehen Sie den Weg würdevoll bis zum ersten Stein, auf dem sinnigerweise jemand vor nicht allzu langer Zeit in der ältesten Runenschrift anno santo – Heiliges Jahr eingeritzt hat. Germanisch erzählen die Runen in der Reihenfolge die tragische Ge-schichte des Gottes, bevor er zum alleinherrschenden Himmelsgott avanciert: Wotan, weisester aller Asen muß durch schicksalhaften Zwang sein angestammtes Recht erringen, den Sitz in der Sonne als Himmelsgott, der über allem steht. Sind wir die Bewußtseinsfunken seiner Entwicklung? Erzählt die Sage Wodans die Geschichte der Menschheitsentwicklung?

So spricht die Norne der Gegenwart:

Gegrüßt sei Odin und Laut genannt, du Gott gewordner Gedanke,
Du Weltalls Geist in Form gebannt, drum alles sich ordne und ranke.
Durch Odins Seele zog als Wiederhall, Naturgewalt, die schöpferish bewegte;
Denn was er tat, was in der Welt erstand, als Einheit sich mit seinem Selbst verband.
ER lebt in Allem, das durch ihn belebt, als Stoff und Geist den
Weltenraum durchschwebt.

Im Westen finden wir Zugang zu der weiblichen Götterwelt der Ger-manen. Nach der winterlichen Sonnenwende erleben wir hier die Kraft der Jörd, der ersten Gattin Wotans, die Frühlingshafte. Der Ort spricht für sich. Lassen Sie sich ganz darauf ein. Wenn Sie Glück haben, erzählt er Ihnen die Geschichte der weiblichen Dreieinigkeit. Was spüren Sie im Sommer? Im Herbst?