1. Wanderung - Vom Pestruper Gräberfeld zu den Kleinknetener Steinen

Über einen  Landschaftstempel zum Ort der Schwarzen Göttin

Das Pestruper Gräberfeld mit ca. 500 Hügelgräbern ist das größte erhaltene seiner Art Nordeuropas. Es stammt aus der Zeit 800 – 200 v.Ch. Es liegt am Stadtrand von Wildeshausen von der die Ge-schichte sagt, daß unsere Vorfahren dort, wo heute ein Brunnen auf dem Marktplatz steht, die Irmin Sul verehrt hätten. Solche Geschich-ten lassen den Geomanten in mir sofort aufhorchen. Die Irmin Sul ist der Stamm der Weltenesche Yggdrasil, über die der Druide in andere Ebenen wanderte. In den Ebenen der vier Äther kann man sie heute noch finden und hat für uns einige Überraschungen bereit. Wir suchen sie am heutigen Wandertag jedoch am Zielort, den Kleinknetener Steinen.

1. Etappe:

Hinter dem Parkplatz ist ein verzauberter Bruchwald, ein Restmoor aus der Zeit, als noch Irrlichter Wanderer ins Moor winkten und sie zu sich in den tiefen Grund holten. Also – auf den Wegen bleiben, um nicht im Tempel einer Wassernymphe zu landen. In dieses Moor gehe ich zuerst, um den Alltag hinter mir zu lassen, um mich zu erden, denn das brauche ich, will ich das Gräberfeld in seiner universellen, weiten Dimension erfahren. Auf dem Weg durch das Moor suche ich mir einen Platz, der mir das Gefühl der Erdung gibt. Ich lasse diese Erfahrung der Erdverbundenheit so intensiv als möglich jede Zelle meines Körpers erfahren und auskosten, um diese Erfahrung mit zu nehmen auf den Wanderweg durch das Gräberfeld. Vielleicht stecke ich mir noch ein Stück Materielles von diesem Urgrundort in die Tasche – ein Stück Holz – ein Blatt – um diese Erfahrung der Erdung als Erinnerungshilfe mit mir zu führen. Bevor ich den Ort verlasse, bedanke ich mich bei ihm. Das ist ein wichtiges Ritual, denn das Ortsgedächtnis speichert meine Ehrerbietung.

2. Etappe:

Gut geerdet wende ich mich nun dem Gräberfeld zu, einem hügeligen Heidegebiet. Immer suche ich von neuem aus, von welcher Seite ich heute den neuen oder auch bereits bekannten Ort begehen möchte. Von welcher Seite ich  einen leichteren Zugang zu ihm finde. Der Untergrund des Feldes ist Sand und eben wegen dieses sandigen Bodens beeindruckt mich das Feld. Der Quarzgehalt scheint eine Verbindungsbrücke zum Universum darzustellen. Dieses Rund aus ca. 500 Hügeln, bewachsen mit violetter Heide scheint „Komm, komm“ zu sagen. Oder sind es die Wesen, die über allem zu schweben scheinen? Denn wenn man nicht aufpaßt, verliert man hier leicht den Boden unter den Füßen und findet sich ebenfalls schwebend, entwurzelt in geistigen Höhen wie-der. In der Mitte, nicht genau lokalisierbar, da man auf den Wegen bleiben soll, gleichsam schwebend finden wir mit der Rute oder mit unserer wachen Sensibilität einen mächtigen Einstrahlpunkt, den wir als den Nabel der Welt empfinden, ein Omphalos-Energiefeld, welches sich drehend, alles mit in seine Spiralbewegung herein nimmt, was nicht geerdet ist. Ein wunderbarer Seelenort, der das Hinüber gehen zum luftigen Erlebnis werden läßt. Man bekommt ein Gefühl, sich mit den Seelen zusammen aufzulösen, welches einer indianischen Einweihung gleich kommt. Deshalb – wer nicht gut geerdet ist, merkt es gleich, indem er sich irgendwo befindet, nur nicht in sich selbst.

Meine Empfehlung: zurück zum Rand des Gräberfeldes, und bewußt laufen mit ganzer Aufmerksamkeit auf des Geschehen unterhalb der Fußsohlen konzentrieren: Die Sohle hebt sich, die Sohle tritt fest auf – vielleicht kribbelt es in den Füßen, vielleicht werden sie warm – auf jeden Fall sollten sie das so lange machen, bis Sie das Gefühl haben, in ihrem Körper Zuhaus zu sein. Machen Sie eine innere Be-standsaufnahme. Wie fühlen Sie sich? Fehlt noch etwas zum restlosen Glück, dann suchen Sie sich im Gräberfeld einen Ort, von dem sie spüren, er könne das Defizit auffüllen. Dann versuchen Sie erneut, sich dem Ort und seiner Qualität als ganzes zuzuwenden . Was gibt es da alles zu entdecken? Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen durch die vielen Möglichkeiten aller Wege durch das Feld und begeben uns dann genau gegenüber dem Parkplatz zu dem Wald, durch den ein kleiner Weg führt mit dem Wegweiser „zu den Kleinknetener Steinen“.

Wir blicken zurück und bedanken uns bei der Landschaftsgöttin, die hier ihren Platz hat. Vielleicht gewährt sie uns einen Einblick in ihre persönliche Kraft und Schönheit oder ihr Geheimnis. Von diesem höchsten Punkt aus sehen wir vielleicht diesen riesigen Trichter aus Licht, der alle Planetenkräfte in sich sammelt und verankert, wie das auch auf dem Ipf im Würthembergischen der Fall ist: Ein Abbild unseres Universums im Äther-Energiefeld unserer Erde. Ein Parabolspiegel kosmischer Kräfte. Nehmen Sie sich die Zeit da hinein zu fühlen, zu sehen, zu hören, zu riechen, um heraus zu finden, um was es sich hier im Nichtmanifesten handelt. An solchen Orte, so sagten unsere Vorfahren, gibt es immer eine Tür zur Anderswelt, Oder ich sage, der Vorhang zur Anderswelt ist da ganz dünn. Hier finden wir ein Dimensionstor ähnlich imposant wie am Haupteingang der Kathedrale zu Santiago de Compostella.

Dann gehen wir den kleinen Waldweg entlang, bis wir zu einer Querstraße kommen. Bevor wir links abbiegen, drehen wir uns noch einmal um, bedanken uns und schließen das Erlebnis soweit ab, um uns für eine neues Ortserlebnis öffnen zu können – für die Kleinkne-tener Steine, die ca. nach 2 km, einer Kreuzung mit Schildhinweis in einem kleinen Hain liegen. Der Hain liegt nach der Kreuzung gleich rechts.

3. Etappe:

Besuch bei der Schwarzen Madonna in ihrem Naturtempel

Bevor wir hinter die Schranke treten, machen wir noch einmal emotionale Bestandsaufnahme: Bin ich überhaupt bereit, etwas neues zu erleben? Wenn nicht, dann ist hier ein guter Platz für ein mit gebrachtes Picknick.

In Norddeutschland gibt es unzählige Großsteingräber aus der Megalithkultur. Unsere Vorfahren haben für diese Begräbnisstätten immer besondere Orte gesucht. Jeder dieser Orte hat seine Besonderheit und jeweils eine andere Ortsqualität. Die Kleinknetener Steine sind 3 Grabanlagen innerhalb eines kleinen Haines. Eines der Gräber ist wie viele andere halb zerstört. Es stehen nur noch die Randbegrenzungssteine, während die meisten Deckplatten fehlen. Hier gibt es an dem Eingang gegenüberliegende Ende bei dem ersten Grab einen Stein, den ich Fernsehstein nenne – etwas schräg liegend einladend in Sitzhöhe. Er regt das innere Bildersehen an.

Bilderströmen ist mir aus dem Buch Der Einstein-Faktor bekannt. Wenn Sie den Stein gefunden haben, setzten Sie sich bequem darauf, stellen sich eine Frage und warten auf Antwort, so offen, als würden Sie einen Partner fragen. Lassen Sie vor Ihrem inneren Auge Bilder vorbeiziehen. Sind Sie zu zweit, sprechen Sie laut aus, was Sie sehen. Wenn Sie gleichzeitig passiv sehen und aktiv sprechen, werden beide Hemisphären aktiv, was zur Folge hat, daß durch die gesteigerte Aufmerksamkeit im Jetzt eine erhöhte Wahrnehmung angeregt wird.

Ein kleines Grab am anderen Ende des Eingangs ist rekonstruiert. Die Steine jedoch speichern offensichtlich über ihr Kristallgitter vergangenes Geschehen. Was wir hier wunderbar sehen können ist, wie die Äther sich verhalten an Orten der Kraft. Stellen Sie sich an das südliche Ende der zwei Reihen und lassen Sie Ihren Blick weich über den Boden des Grabes streichen. Bald werden Sie Muster über dem Boden sehen, die sich verändern. Hier bekommen Sie einen Eindruck der fließenden Drachenströme, den Wegen des Geistes der Erde oder den Veränderungsmöglichkeiten der Äther.

Das dritte Grab – links vom Eingang aus gelegen, ist fast vollkommen erhalten, bzw. wieder instand gesetzt. Hier hat die Schwarze Madonna ihren Sitz seit vorchristlichen Zeiten. Dies ist eine besondere Qualität. Sie vermittelt das Gefühl der Geborgenheit auf Erden in einer ganz besonderen Weise. Es gibt eine mittlere Grabkammer, die man betreten kann. Das dunkle Tor wirkt nicht immer einladend. Abends, wenn es bereits dunkelt, gehe ich gern Begleitung zu diesem Ort. Um einen Ort kennen zu lernen, umrunde ich diesen zuerst – so auch dieses Großsteingrab. Auf dem Weg dieser Umrundung lasse ich, wie ich das beim Üben des TaiChi gelernt habe, meinen Körper entscheiden. Ich folge meinem Körper. Zieht es diesen in eine bestimmte Richtung, folge ich dem Körper als „Zeuge“, wie wir das von Zenmeditationen kennen. Bleibt der Körper stehen, fühle ich ganz sacht in diese Qualität des Punktes. Dies ist eine Methode, den Drachenlinien nachzuspüren. Nomaden folgen den Wegen des Geistes der Erde, dort wo der Geist ruht, lassen sich auch die Menschen nieder.

Im Gelände dieser Grabanlage kann ich jedoch außer ruhenden Punkten sehr aufregende entdecken. Probieren Sie es aus. Am östlichen Ende des Grabes habe ich eine Himmelsleiter entdeckt. Man bekommt das Gefühl, in einer zarten Ätherröhre zu stehen, in der man nach oben oder nach unten fühlen kann. Die Erfahrungen innerhalb einer solchen „Irmin Sul“ reichen vom Wohlgefühl der Leichtigkeit über das Gefühl unendlich groß zu sein bis zu dem schamanischen Erlebnis einer „Pipeline“, über die man in die verschiedenen Ebenen der Weltenesche gelangen kann. Schamanen reisen auf Kraftlinien von Punkt zu Punkt. Sie orientieren sich über diese Linien. So sagte mir ein Schamane: Wenn man vom höchsten Berg der Welt zum Kölner Dom schaut, dann südlich von Leipzig, da passierte das und das vor 100 Jahren. Wir können hier in eine Ebene jenseits von Raum und Zeit gelangen.

Nach Einbruch der Dunkelheit setze ich mich vor den Eingang der mittleren Grabkammer und lasse mich von dem nun einsetzenden Energiegeschehen mitnehmen. Vor, nach oder während der Zeit der Dämmerung geschehen an allen Orten der Kraft Energieentladungen verschiedenster Qualitäten. Diese sind sehr beeindruckend. Hier verströmt die Erde die Kraft der Schwarzen Göttin, sichtbar etwa 2-3 Stunden nach Dämmerung als winzig kleine piezzoelektrische Funken in wirbelndem Tanz innerhalb der Kammer.