Geomantische Wandertage

* Einführung

* Anfängerübungen
* Wanderbeschreibungen

Geomantisch wandern im Oldenburger Land

* Geomantie als spiritueller Weg

Geomantisch Wandern – was ist der Unterschied zum Wandern, wie wir es kennen?

Ein Wanderer erfreut sich an der Schönheit der Natur – an dem Sichtbaren. Der geomantische Wanderer unternimmt den Versuch, das Unsichtbare der Landschaft das Unmanifeste, das Atmosphärische, zu erleben. Er möchte das Leben, welches hinter der sichtbaren Form wirkt, sehen, empfinden, entdecken. Geomantie ist ein Weg in das Mysterium eines Ortes, ein Wahrnehmen des Raumes. Bis zur Zeit des Mittelalters finden wir auf den Bildern keine Perspektive. Die Heiligen sind groß gemalt und der Mensch ganz klein. Warum ignorierte der Künstler des Mittelalters die sichtbaren Proportionen und die Tiefe der Perspektive?

Der Künstler des Mittelalters nahm noch die Gesamtheit wahr ohne zu selektieren, ohne zu fokussieren und damit den Raum zu teilen. Er nahm das Inhaltliche des Raumes wahr. Heute sagen wir, beinahe neidisch, er nahm das Mysterium des Raumes wahr. Wir Geomanten versuchen, das Mysterium wieder zu entdecken. Dem mittelalterlichen Menschen und Künstler war der Inhalt des Raumes selbstverständlich und wahrscheinlich kein bisschen mysteriös. Er lebt im Mysterium. Das erklärt seine tiefe Glaubensfähigkeit, die uns seit der Zeit der Gotik, der Aufklärung und Renaissance mehr und mehr verloren ging. Ebenso ging uns das Mysterium des Raumes mehr und mehr verloren.

Während der Zeit der gotischen Bauwerke begannen wir, uns nach außen zu orientieren, aus unserer Mitte heraus einem Ziel zu –Richtung Osten, Jerusalem und dem fernen Ziel des aufgehenden Lichtes, dem jüngsten Tag entgegen. Geomantisches Wandern setzt voraus, kein Ziel zu haben, sondern den Moment des Jetzt zu erleben, denn das Mysterium findet jetzt statt, nicht an irgendeinem Tag in der Zukunft.

Wir richten uns seit der Aufklärung nach oben – Richtung Verstand, vom Bauch zum Kopf. Bis dato las man reine Bibeltexte während des Gottesdienstes, möglichst noch auf Latein. Erst z.Z. der Gotik begannen die Priester, die Bibeltexte auszulegen und zu predigen. Bis dahin war solches Ansinnen ein Sakrileg. Wir fingen an, unserem Verstand mehr Gewicht zu verleihen als der Intuition. Im Gegensatz dazu führt geomantisches Wandern in die Gedankenstille mit Hilfe gesteigerter Wahrnehmung. Geomantisch Wandern ist ein Weg in die Meditation.

Orte der Kraft verschenken Tausende von Qualitäten, die zugleich Ausdrucksweisen der lebendigen Erde sind. Nicht umsonst war unsere Erde für unsere Vorfahren eine inkarnierte Gottheit. Viele spirituell offene Menschen suchen heute wieder in der Natur nach dem erfassbaren Weg zu unserer eigenen spirituellen Natur. Kein Wunder, denn die Erde macht es uns an solchen Orten der Kraft leicht. Hier verströmt sie ständig die Kräfte, die uns das Gefühl der Ganzheitlichkeit geben. Ihre Vielfalt füllt unseren Lebensraum rhythmisch mit diesen Qualitäten zu besonderen Zeiten, wie etwas zur Tag und Nachtgleiche, zu Maria Lichtmess, zur Dämmerung usw. d.h. zu Zeiten, wenn das Licht der Sonne wechselt. Z.B. verströmen Orte der Schwarzen Göttin rhythmisch die Qualität der Geborgenheit, des Vertrauens in unsere Welt an den ihr bestimmten Plätzen. Es sind die alten Orte der Vermählung mit dem Land. Diese Qualität wiederum bindet sich ein in das Fließende der unterirdischen Wasseradern, der Gitternetze, meist Großgitternetze, Ley- oder Drachenlinien und überschwemmen damit unseren Lebensraum mit sogenannten göttlichen Qualitäten. So hat jeder Ort seine Aufgabe, unseren Lebensraum mit Qualitäten anzureichern, um uns daran zu erinnern, warum wir überhaupt auf Erden sind, daß wir eine Seele haben, die mehr von diesem Leben erwartet als zu überleben.

Jede einzelne Variante der Natur hat eine dem entsprechende Aufgabe und füllt unseren Lebensraum mit Atmosphäre der Erdenseele. Wir brauchen nur auf die richtige Art einzutauchen in das Mysterium dieser Atmosphären. Eine einfache Methode ist, sich dem Ort langsam, evtl. in Zeitlupe und aufmerksam auf Veränderungen zu nähern, die wir über unseren eigenen Körper wahrnehmen. So wird aus dem Wandern eine Meditation, die uns über das Jetzt in das Mysterium des Raumes führt. Geomantisch können wir den Weg der Goldmarie in den Brunnen der Frau Holle gehen mit dem Ziel, unsere eigene Glückseligkeit zu entdecken. Dieses Gefühl der Ganzheit –eine Erinnerung aus den eigenen Kindertagen, ist die Voraussetzung für das geomantische Gipfelerlebnis, das Verschmelzen mit einem Ort, die Unio Mystika, das Ziel eines jeden Meditierenden. Meditatives Pilgern zu einem Ort, die innere, wache Einstellung zu dessen spezifische Kraft und das Eintauchen in den inwendigen Raum des Orts fördern die innere Bereitschaft zu solchem Erlebnis.

Dazu sind einige Regeln nützlich:

Einstimmung am Treff- oder Ausgangspunkt - bewusstes Loslassen vom Alltag und den Erlebnissen der letzten Tage – emotionale Inventur: was fehlt mir – das Suchen einer Stelle am Ort, der dieses Defizit auffüllt – fühlt man kein Defizit, dann suchen einen Platzes am Ort, der das vorhandene positive Gefühl verstärkt – hinwenden und begrüßen des Zielortes, evtl. mit Hilfe von etwas Schriftlichem, einen Bericht über den Ort.

Während des Wanderns ist es sinnvoll, zwei Dinge gleichzeitig zu tun: Hinfühlen zum Zielort möglichst ohne Unterlass und Wahrnehmen der wechselnden Ortsqualitäten auf dem Wanderweg. Dies ist eine gute Übung, um im Jetzt zu bleiben und sich auf den Zielort vorzubereiten.

Ankommen am Zielort – In der Nähe bereits auf konzentrische Ringe, Schwellen und atmosphärische Veränderungen achten über die eigenen Körperwahrnehmung – an Schwellen warten, bis das eigenen Energieniveau angeglichen ist. Das fühlt sich an, als würde die Erlaubnis erhält, sich dem Ort zu nähern.

Neigt ein Wanderer dazu, den Boden unter den Füßen zu verlieren, benutzt man den Wanderweg, um sich im Körper zu verankern, indem man voll Aufmerksamkeit die Erdung über die Fußsohlen beachtet.

Warnung:

Menschen, die zu psychotischen oder anderen psychischen Schüben neigen, würde ich nie zu solchen Methoden raten. Auch ist es in der esoterischen Szene modern, Gestalten zum „Licht“ zu schicken. Ich rate vom Experimentieren ab, wenn man zu wenig darüber weiß. Licht muss z.B. immer qualifiziert werden. Siehe dazu extra Kapitel. Um nicht irgendeiner Phantasie zum Opfer zu fallen und das Gesehene, Gespürte und Erfahrene zu sortieren, ist es ratsam, sich mit Mitwanderern auszutauschen. Ein Gespräch klärt schnell Wirklichkeit von Phantasie, Unsicherheit zu Sicherheit. Noch ein Rat: sagt nie, so ist es, sondern bedenkt, daß es immer die eigene Sicht ist. So kann es auch zu sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen kommen, nämlich dann, wenn wir ganz subjektiv die Qualität eines Ortes aufnehmen, um Defizite aufzufüllen. Da sich z.B. an einem Kraftort die Ätherschichten in einem Punkt zusammen ziehen, sind alle Äther verdichtet vorhanden. Dann fühlt sich der Ort kühlend für den an, dem das Yin fehlt, oder wärmend, dem das Yang fehlt. Um einen Ort objektiv beurteilen zu können, ist Austausch sinnvoll. Im Anschluss finden Sie Beschreibungen von Wanderungen. Gegen eine Schutzgebühr von 10,-€ sende ich Ihnen die genauen Pläne und Wegbeschreibungen zu.

TERMINE: z.Zt. keine Termine oder fragen Sie persönlich nach!

Übungen für Anfänger:

Um den inwendigen Raum eines Ortes zu erfahren, sind einige Voraussetzungen nötig, die Konzentration auf das Lebendige eines Ortes. Um dies zu erreichen, sind einige Übungen hilfreich:

1. Emotionale Bestandsaufnahme – wie fühle ich mich, was brauche ich um „ganz“ zu sein.

2. Ich lasse mich von diesem Gefühl leiten und finde so einen Platz auf dem gesamten Ort, der mir dieses Defizit auffüllt. Die Übung ist, ganz im Körper bei diesem fehlenden Gefühl zu bleiben – und gleichzeitig den Ort wahrnehmen, um die Stelle zu finden, die das Defizit auffüllt. D.h. bei geomantischen Wanderungen sollte die Aufmerksamkeit auf die körperlichen Regungen und damit verbunden eine gewisse Zentrierung immer da sein.

3. Sich auf den Ort einstellen: Zu dem Zweck versuche ich, den Ort, auch wenn ich ihn noch nicht kenne, am Anfang der Wanderung schon von weitem zu begrüßen, mit eigenen Worten wie: Hallo ich...Name komme zu dir, es wäre schön, wenn ich willkommen wäre o.ä. Manches mal reagieren die anwesenden Naturwesen auf diese Anfrage und Begrüßung. Ich habe es erlebt, daß sie mir entgegenkamen, mich begleiteten bis zum Ausgang und zwischendurch über dem Ort aus Äther einen gotischen Tempel bauten, der das nächste mal nicht mehr da war. Es können so viele wunderschöne Dinge passieren.

4. Am Ort angekommen, stelle ich mich nochmals auf ihn und ein Willkommen ein. Dann wandere ich evtl. in Zeitlupe, auf jeden fall sehr langsam bis in den Ort hinein und nehme Schwellen war. Dieses können die Anzeige für konzentrische Ringe sein, die jeden Ort umgeben. An diesen Schwellen mache ich meine ersten Erfahrungen in Kommunikation mit dem Ort. Sagen die Schwellen „halt“? Oder was passiert sonst noch. Oft sind diese Schwellen Tore zu dem nächsten intensiveren Raum um den Ort. Nehme ich das war und gleiche meine Energie an, kann ich in den inwendigen Raum, in das Mysterium des Ortes eintreten. Als Übung kann ich mit Menschen versuchen, ihre Grenzen wahrzunehmen, indem ich mich jemanden langsam nähere und seinen „Hoheitsbereich“ registriere, wann ich ihm zu nahe trete.

5. Sehen: Um den inwendigen Raum wahrzunehmen, muß ich meine Sehgewohnheiten ändern. Normalerweise picken wir uns einen Gegenstand aus der Umgebung heraus, z.B. einen Baum und betrachten diesen. Auf diese Weise fokussieren wir einen Gegenstand. Einen Raum wahrzunehmen bedeutet aber, das gesamte Ambiente auf einmal wahrzunehmen. Dazu stellen wir die Augen parallel, nehmen aber den ganzen Raum bis in die Augenwinkel wahr. Wir kennen das von den 3-D-Bildern. Unsere Wahrnehmung reagiert genauso: plötzlich sehen wir den Raum vierdimensional und damit sehen wir die Qualität des Raumes, über die Augen und über jeden Sinn unseres Körpers. nehmen wir wahr.

6. Fühlen: Die erste Übung war dafür da, bei sich zu bleiben und trotzdem in den Raum oder in die Entfernung zu fühlen. Beobachte, wie du fühlst, mit welchem Körperteil. Fühlst du seitwärts, vorwärts oder besser rückwärts? Wie und mit welchen Sinnen fühlst du nach oben?

7. Wissen: Es macht das Erkunden leichter, einiges über den unsichtbaren Raum zu wissen. Dafür sind die nächsten Seiten. Mit der Hand oder mit der Rute kann man an besonderen Orten versuchen zu fühlen, welche Formen hier im Äther vorhanden sind.


Viel Spaß bei den ersten Schritten in das Ganzheitsgefühl mit unserer Erde und dem Universum.

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